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Die Stutenmilch hat schon eine jahrtausendlange Tradition. Bei den Chinesen galt sie schon vor 3000 Jahren als Gesundheits- und Wundermedizin. Die Kaiser der Ming-Dynastie schworen auf die heilsame Wirkung des „göttlichen Nektars“. Im Orient sahen die Scheichs die Stutenmilch als ein von "Allah gesegnetes Heilmittel" an. Als „weißes Gold der Stuten“ sollte sie bei den Römern, Griechen und Ägyptern für ein langes Leben, gute Gesundheit und bleibende Schönheit dienen. Selbst die ägyptische Königin Kleopatra soll zur Schönheitspflege in Stutenmilch gebadet haben. Marco Polo schreibt vom „Krafttrunk der Mongolen“ in seinen Reiseberichten. Die Nomadenvölker trinken bis heute Stutenmilch in vergorener Form (Kumyß). Mitte des 19. Jahrhunderts machten sich russische Mediziner die Anwendung der Stutenmilch ganz bewusst zunutzt. Und so entstand 1858 das erste Stutenmilchsanatorium in Samara. Während des 2. Weltkriegs wurde der Arzt Dr. Rudolf Storch als russischer Kriegsgefangener mit der Stutenmilch vertraut. Beeindruckt über deren Therapieerfolge, verbreitete er nach seiner Rückkehr 1959 sein gewonnenes Wissen über russische Stutenmilchtherapien. Bald gründete er das erste Stutenmilchgestüt in Deutschland.